Pseudokrupp

(stenosierende Laryngotracheitis)

Was ist der Pseudokrupp? 

Ein Pseudokrupp ist ein klassischer viraler oberer Luftwegsinfekt. Dieser kann auf den Kehlkopf übergehen und dort durch eine Schleimhautschwellung eine typische Heiserkeit, bellenden Husten und/oder ein typisches raues Atemgeräusch beim Einatmen verursachen. Der Pseudokrupp tritt v.a. im Säuglings- und Kleinkindalter auf.

Was sind die Symptome?

  • Fieber
  • Trockener, bellender Husten (ähnlich dem Bellen eines Hundes oder dem Geräusch einer Robbe)
  • Heiserkeit
  • raues Atemgeräusch beim Einatmen 
  • Zeichen der Atemnot: angestrengte oder beschleunigte Atmung; Einziehungen der Haut oberhalb des Brustbeins, zwischen der Rippen

Die Symptome treten häufig in der Nacht auf und sind tagsüber oft milder. Manchmal dauern die Beschwerden auch über mehrere Nächte an.

Welche Massnahmen kann ich zu Hause ergreifen um meinem Kind zu helfen?

  • Ruhe für Kind und Eltern (starke Aufregung kann die Symptome verschlechtern)
  • Kind warm einpacken und an die frische und kühle Luft (häufig verschwinden die Beschwerden dadurch bereits)
  • Dampf einatmen: Gehen Sie ins kleinste Badezimmer und lassen Sie die Duschbrause heiss laufen, bei geschlossenem Duschvorhang den entstehenden Wasserdampf inhalieren
  • Hohes Fieber senken
  • Leichte Hochlagerung des Oberkörpers (erleichtert die Atmung), z.B. mit Hilfe von Büchern oder Ordnern unter dem Kopfkissen
  • (mild gekühltes) Wasser zum Trinken geben
  • Mit (teilweise) geöffnetem Fenster schlafen
  • Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer erhöhen: Nasse Wäsche aufhängen oder einen Luftbefeuchter aufstellen
  • Komplementäre Heilmittel auf Anraten ihres Hausarztes
  • Bei anhaltender Atemnot trotz der obigen Massnahmen kann einmalig Cortison (z.B. Betnesol) zur Abschwellung gegeben werden, falls dies zuvor vom Arzt verordnet wurde und die passende Dosis bekannt ist.

Wann und wie schnell sollte ich zum Arzt gehen?

  • Wenn das Kind Atemnot und/oder ein raues Atemgeräusch beim Einatmen hat und die Beschwerden sich trotz der oben genannten Massnahmen nicht ausreichend bessern: direkte ärztliche Vorstellung empfohlen (nachts ggf. ins Spital)
  • Wenn die Symptome sich durch die oben genannten Massnahmen ausreichend bessern und der Allgemeinzustand es zulässt, kann bis zum nächsten Morgen abgewartet werden (rufen Sie Ihren Kinderarzt an, um das weitere Vorgehen zu besprechen)
  • Sollte Ihr Kind nicht nach CH-Standard geimpft sein und zusätzlich zu hohem Fieber ein ausgeprägtes Speicheln auftreten, so empfehlen wir eine umgehende ärztliche Vorstellung

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