Verwenden Sie eine feine Pinzette oder eine spezielle Zeckenkarte. Greifen Sie die Zecke so nah wie möglich an der Haut und ziehen Sie sie langsam und gerade heraus.
Bitte vermeiden Sie es, die Zecke zu drehen oder zu quetschen, da sonst Krankheitserreger in die Wunde gelangen könnten.
Anschließend sollte die Einstichstelle gründlich desinfiziert werden
Falls der Zeckenkopf oder noch Teile des Halteapparates (Beine) in der Haut zurückbleibt, ist das in der Regel unbedenklich. Der Körper stößt diesen Fremdkörper von selbst wieder ab.
2. Einstichstelle beobachten
Bitte beobachten Sie die Stelle des Zeckenstichs in den folgenden Tagen und Wochen sorgfältig.
Achten Sie besonders auf:
eine zunehmende Rötung, insbesondere ringförmig (sogenannte Wanderröte)
Schwellung, Schmerzen oder Juckreiz
Grippeähnliche Beschwerden wie Fieber, Kopf- oder Gliederschmerzen
3. Wann Sie ärztlichen Rat einholen sollten
Bitte wenden Sie sich an Ihre Kinderarztpraxis, wenn:
Sich die Einstichstelle entzündet
sich eine ringförmige Rötung bildet
Ihr Kind sich allgemein unwohl fühlt, über Kopfschmerzen klagt oder Fieber bekommt
Wichtige Informationen zu Borreliose und FSME
Borreliose (Lyme-Borreliose):
Wird durch Bakterien (Borrelien) übertragen, die in manchen Zecken vorkommen.
Typisches erstes Anzeichen ist die Wanderröte – eine ringförmige Rötung um die Einstichstelle, oft erst nach einigen Tagen.
Borreliose kann mit Antibiotika behandelt werden.
FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis):
Wird durch ein Virus übertragen, das vor allem in bestimmten Regionen (FSME-Risikogebiete) verbreitet ist.
Die Erkrankung kann grippeähnlich beginnen und in seltenen Fällen zu einer Hirnhautentzündung führen.
Eine Behandlung mit Medikamenten gegen das Virus selbst ist nicht möglich – nur die Symptome können gelindert werden.
Eine Schutzimpfung gegen FSME ist möglich und wird in Risikogebieten (ganze Schweiz mit Ausnahme vom Tessin) empfohlen. Es handelt sich um drei Impfungen.
Was haben wir als Kinder- und Jugendärztinnen und -ärztemit Klimaschutz zu tun?
Wir möchten, dass Ihre Kinder gesund und zufrieden aufwachsen. Neben der medizinischen Versorgung setzen wir uns auch für den Erhalt einer gesunden Erde ein.
Warum? Die natürliche Umwelt beeinflusst maßgeblich die Gesundheit von Kindern. Ihre Körper reagieren sehr sensibel auf Veränderungen, da sie sich noch im Wachstum befinden. Deswegen können schädliche Einflüsse aufgrund von Klimawandel und Umweltverschmutzung Kindern besonders schaden.
Was ist unser Ziel? Wir möchten Ihnen zeigen, wie eng die Gesundheit unseres Planeten mit unserer eigenen Gesundheit zusammenhängt. Gleichzeitig erfahren Sie, wie Sie selbst mit vielen kleinen Maßnahmen im Alltag etwas für Ihre Gesundheit und die Ihrer Kinder tun können.
Wir können uns gemeinsam dafür einsetzen, die Gesellschaft umweltfreundlicher und damit gesünder zu machen.
Davon profitieren wir alle!
Ernährung …
… ist ein wichtiger Schlüssel für gesunde Familien und ein gesundes Klima.
Unser jetziges Ernährungssystem mit einer Landwirtschaft, die Monokulturen und Massentierhaltung fördert, verursacht ein Viertel aller schädlichen Treibhausgase (CO₂) weltweit. Außerdem landet ein Drittel aller Lebensmittel im Müll, was unnötig Ressourcen verschwendet.
Gleichzeitig erhöht eine Ernährung mit vielen tierischen Produkten wie Fleisch und Milchprodukten das Risiko für Übergewicht und Krankheiten wie Diabetes oder Bluthochdruck.
Eine vorwiegend pflanzliche Kost mit wenigen tierischen Produkten versorgt Kinder und Jugendliche mit den nötigen Vitaminen und Nährstoffen und beugt Übergewicht vor.
Was kann ich tun?
möglichst regionale und saisonale Lebensmittel einkaufen
eine Ernährung aus überwiegend Obst undGemüse, Kartoffeln, Vollkornprodukten und pflanzlichem Eiweiß wie Nüssen, Bohnen und Linsen zusammenstellen
Fleisch und Milchprodukte sparsam konsumieren
Einkäufe und Mahlzeiten planen, um keine Lebensmittel wegzuwerfen
Lebensmittel nicht entsorgen, nur weil sie abgelaufen sind
Bewegung und Transport:
aktiv und klimafreundlich von A nach B
Autos und andere motorisierte Verkehrsmittel verursachen viele schädliche Abgase, CO₂ und Feinstaub. Dies begünstigt Allergien und Lungenerkrankungen.
Außerdem bewegen sich Kinder und Jugendliche weniger, wenn die Familie häufig motorisierte Verkehrsmittel für Fahrten im Alltag nutzt.
Sich im Alltag aktiv fortzubewegen, ist der beste Schutz vor Übergewicht oder Rückenproblemen. Bewegung ist ebenfalls sehr wichtig für die geistige und körperliche Entwicklung von Kindern.
Was kann ich tun?
wenn möglich mit dem Fahrrad fahren, zu Fuß gehen und öffentliche Verkehrsmittel nutzen
Alternativen zu Flügen berücksichtigen
Familienreisen mit dem Zug planen
eine Fahrt mit dem Nachtzug als besonderes Abenteuer für Kinder planen
wenn möglich Fahrgemeinschaften bilden
Strom und Gas:
auf grüne Energie umsteigen
Die Verbrennung von Kohle, Erdöl und Erdgas für Strom und Heizung ist für mehr als ein Drittel des weltweiten CO₂-Ausstoßes verantwortlich.
Außerdem verursachen diese Rohstoffe viele Krankheiten durch Schadstoffe, die beim Verbrennen in die Luft gelangen. Gerade die Lungen von Kindern sind besonders empfindlich gegenüber diesen Schadstoffen.
Durch saubere Luft können daher Bronchitis und Asthma verringert werden. Auch kindliche Entwicklungsstörungen und sogar Frühgeburten treten seltener auf.
Was kann ich tun?
Strom sparen und auf grüne Alternativen wie Ökostrom umsteigen
umsichtig heizen und die Raumtemperatur in der kalten Jahreszeit möglichst auf 19 Grad absenken
weniger heißes Wasser verbrauchen und Sparduschköpfe verwenden
eigenen Strom erzeugen und Solarzellen verwenden: es gibt auch Modelle für den Balkon
Natur statt Plastik:
Schadstoffe und Plastik vermeiden
Menschengemachte Schadstoffe wie Plastik, Spritzmittel und Chemikalien reichern sich in der Natur und im Trinkwasser an. Dort schaden sie vielen Tieren und Pflanzen und gelangen über Lebensmittel, Trinkwasser und Atemluft auch in unseren Körper.
Auch aus der Kleidung und über Pflegeprodukte können Schadstoffe von der Haut aufgenommen werden. Hier sind Kinder ebenfalls besonders empfänglich für die schädlichen Auswirkungen.
Je weniger Schadstoffe in der Umwelt, desto weniger chronische Erkrankungen und Entwicklungsstörungen beobachtet man bei Kindern.
Was kann ich tun?
Müll trennen und so viel wie möglich recyceln
bevorzugt Secondhandkleidung kaufen
Küchenutensilien ohne Kunststoff und nicht-beschichtete Pfannen, zum Beispiel aus Gusseisen oder Edelstahl, verwenden
Pflegeprodukte ohne Mikroplastik, Duft und Konservierungsstoffe verwenden
Reinigungsmittel aus rein natürlichen Inhaltsstoffen bevorzugen
ungespritztes (zum Beispiel Bio-) Obst, Gemüse und Getreide kaufen
kein Imprägnierspray und keine synthetischen Pflanzenschutzmittel wie Glyphosatverwenden
Für Klima & Gesundheit:
die wichtigsten Tipps
aktiv zu Fuß und mit dem Rad vermindert Schadstoffe und CO₂ in der Luft und lässt Kinder gesund und schlank bleiben
mehr Obst, Gemüse, Nüsse und weniger Fleisch und Milchprodukte verbessert die Gesundheit von Kindern und schont die Natur
Ökostrom und Energiesparen helfen Asthma und Bronchitis zu verringern, denn weniger Verbrennung von Rohstoffen heißt sauberere Luft
Mülltrennung und Recycling helfen chronische Erkrankungen zu verringern, denn Ressourcen sparen heißt weniger Schadstoffe wie Plastik und Chemikalien in der Umwelt
keine Lebensmittel verschwenden schont Geldbeutel und Klima
weniger Autos bedeutet mehr Platz für Parks, Bolz- und Kinderspielplätze
sich engagieren und über Klimaschutz reden – auch kleine Veränderungen bewirken in der Summe viel
Wer sind die KlimaDocs?
Die KlimaDocs sind ein Netzwerk von Ärztinnen und Ärzten, die mehr Verantwortung für den Klima- und Umweltschutz übernehmen möchten. Und sich damit auch aktiv für die Gesundheit ihrer Patientinnen und Patienten einsetzen.
Eine klima- und umweltfreundliche Lebensweise bedeutet vor allem einen Gewinn an Gesundheit und Lebensqualität – für Sie, Ihre Mitmenschen und alle Generationen, die nach uns kommen.
Wenn Sie mehr zum Thema Klima- und Gesundheitsschutz wissen möchten, sprechen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt an oder besuchen Sie unsere Website klimadocs.de
Sie sind Ärzt:in und möchten unserem Netzwerk beitreten? Einfach kostenloses Informationsmaterial für Patient:innen unter www.klimadocs.de bestellen.
Endlich ist der Sommer da! Nach der oftmals viel zu langen und kalten Winterzeit sind die warmen Sommertage ein richtiger Genuss – zumindest für die meisten! Steigt das Thermometer deutlich in die Höhe, kann die Hitze für einige Menschen zum Problem werden. Sie leiden vermehrt unter Müdigkeit, geröteten Augen, Sonnenallergie und in seltenen Fällen sogar unter Atembeschwerden.
Folgende Tipps können Ihnen helfen, den Sommer unbeschwerter zu geniessen!
Lassen Sie die Hitze draussen Lüften Sie Wohn- und Arbeitsräume nachts und in den frühen Morgenstunden. Schliessen Sie die Fenster und lassen Sie die Fensterläden herunter, noch bevor die Sonne hereinscheint. So wird die Sonneneinstrahlung abgehalten und es zieht im Laufe des Tages keine heisse Luft in die Räume. Schalten Sie möglichst alle elektrischen Geräte aus, die Wärme abstrahlen.
Passen Sie Ihre Aktivitäten an Alltagsaktivitäten wie auch der Schulunterricht sollten der Temperatur angepasst werden. So kann beispielsweise eine Mathematikstunde auch draussen an einem schattigen Ort stattfinden oder durch einen Waldspaziergang ersetzt werden. Sportveranstaltungen sollten auf die kühleren Vormittagsstunden verlegt werden. Wichtig ist, dass besonders auf empfindliche Kinder und Jugendliche bei solchen Veranstaltungen Rücksicht genommen wird.
Achten Sie auf eine ausreichende Trinkmenge Besonders bei Kindern und Jugendlichen sollte darauf geachtet werden, dass sie an Sommertagen viel trinken. Als Durstlöscher eignen sich zuckerfreie Getränke wie Mineralwasser, Leitungswasser und ungesüsster Tee.
Schützen Sie sich und Ihre Kinder Beim Baden oder bei längerem Aufenthalt an der Sonne ist der Gebrauch von Sonnenbrille, Kopfbedeckung und Sonnencreme sehr wichtig, um Ihre Haut und Ihre Augen vor der Strahlung zu schützen.
Wenn Sie oder Ihre Kinder trotz dieser Empfehlungen an Sommertagen wiederholt unter Beschwerden wie Atemnot, Husten oder Kopfschmerzen leiden, sollten Sie dies mit Ihrer Ärztin bzw. Ihrem Arzt besprechen.
«Hot Box»
Bevorzugen Sie schattige Plätze und meiden Sie vor allem zwischen 11 und 15 Uhr die stärkste Sonneneinstrahlung.
Benutzen Sie für Ihre Augen eine UV-getestete Sonnenbrille.
Tragen Sie helle, luftige Kleidung und eine Kopfbedeckung.
Schützen Sie Ihre Haut im Sommer auch an bewölkten Tagen, da die UV-Strahlung trotz der Wolken hoch ist.
Tragen Sie mehrmals täglich Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor auf und vergessen Sie nicht, sonnenexponierte Stellen wie Nase, Ohren, Lippen und den Nacken einzucremen.
Wiederholen Sie das Eincremen nach jedem Bad – auch bei wasserfesten Sonnencremes.