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Allgemeine Fakten – Gesundheitswickel

  • Wickel sind äussere Anwendungen
  • Sie sind Vermittler von Heilprozessen über die Haut und schliessen den ganzen Menschen mit ein
  • Wickel benötigen Ruhe und Zeit
  • Die Umgebung sollte warm und gemütlich sein
  • Leere Blase
  • Eine Nachruhe von 30 min ist wichtig
  • Anleitung zur Selbstmedikation (Anwendung zu Hause) möglich
  • Als Unterstützung weitere Heilmittel/Medikamenten
  • Zuwendung zum Kind ist ein wichtiger Schritt im Heilungsprozess
  • Kinder reagieren sehr empfindlich auf Gerüche und Temperaturen, deshalb sollte bitte immer vorsichtig dosiert werden
  • Bei Neurodermitiker*innen gerne mit Seide anstatt mit Wolle oder Leinen
  • Bei Säuglingen keine ätherischen Öle verwenden und nur leicht temperierte Wickel machen
  • Ätherische Öle müssen immer emulgiert oder verdünnt werden (Kaffeerahm, Olivenöl)
  • Warme Wickel sollen immer gut und wärmend eingepackt werden – sobald sie auskühlen, werden sie weggenommen oder erneuert
  • Kalte Wickel sollten nur befestigt und offengelassen werden – sobald sie warm werden, werden sie weggenommen

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Husten

Husten ist ein nützlicher Schutzreflex. Es ist oft das am längsten andauernde Symptom einer Infektion der Atemwege.

Massnahmen:

  • Bettchen schräg stellen am Kopfende (evtl. Bücher oder Ordner unterlegen)
  • Regelmässig schluckweise warmen Tee oder Wasser anbieten. Etwas Honig in den warmen Tee hilft gut bei trockenem Husten
  • Schleimiger Husten:
    • Vor dem Schlafen verschnupfte Nase reinigen: Mit Kochsalzlösung die Nase spülen und im Anschluss abschwellende Nasentropfen (für höchstens sieben Tage am Stück) geben. Brusteinreibungen und -wickel sind ebenso hilfreich, wie eine Inhalation eines Kamillen(tee)-Aufgusses. Die Anwendung von schleimlösenden Heilmittel besprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt
    • Abends das Schlafzimmer lüften und auf genügend feuchte Luft achten (Luftbefeuchter oder grosses feuchtes Frotteetuch aufhängen)
    • Eine aufgeschnittene frische Zwiebel neben das Bett legen
    • Drei Tropfen Eukalyptusöl auf Kopfkissen/Aussenseite des Bettes träufeln
  • Bei bellendem Husten:

Melden Sie sich bei:

  • Atemnot: bei beschleunigter oder angestrengter, schmerzhafter Atmung (ohne Fieber!)
  • Bei blauen Lippen/Munddreieck
  • Wenn der Husten während mehr als drei Tagen von Fieber, beschleunigter Atmung oder Schmerzen beim Atmen begleitet ist

Alter: Ab der 4. Lebenswoche
Indikation: Atemwegserkrankung wie Bronchitis, Bronchiolitis, insbesondere bei starker Sek-retion und Verschleimung der Atemwege

Anwendung:

  • Thymianwachsplatten durch Föhn oder in Knistertüte durch Kirschkernkissen/ Bettflasche erwärmen
  • Thymianwachsplatte direkt auf den Brustkorb des Kindes auflegen
  • Heilwolle über Kompresse legen und mit Body oder Unterhemd fixieren

 ➔ Auf Wärmezufuhr achten, warme Füsse

Der Wickel wird für mind. 30 Minuten angewendet, kann aber auch über Nacht gemacht werden. Die Wachsplatten dürfen nur einmalig verwendet werden.

Alter: Ab 6 Monaten
Präparat: <6 Jahren Bolus Alba Paste mild, >6 Jahren Bolus Alba Paste
Indikation: Husten, Bronchitis

Anwendung:

  • Kompresse oder Baumwolltuch auffalten
  • Paste regelmässig auf Kompresse verteilen (3-4mm dick)
  • Kompresse durch Wärmeflasche oder Kirschkernkissen anwärmen
  • Vor dem Schlafengehen oder über Nacht auf Brust auflegen
  • Heilwolle über Kompresse legen und mit Body oder Unterhemd fixieren

 ➔ Auf Wärmezufuhr achten, warme Füsse

Alter: Ab Säuglingsalter
Indikation: RSV, Bronchitis, Reizhusten (trocken)

Anwendung:

  • 2-5 Tropfen Lavendelöl 10% auf eine Kompresse oder Baumwolltuch geben
  • Kompresse oder Baumwolltuch durch Wärmeflasche oder Kirschkernkissen anwärmen
  • Vor dem Schlafengehen oder über Nacht auf Brust auflegen
  • Heilwolle über Kompresse legen und mit Body oder Unterhemd fixieren
  • Der Wickel für mind. 20 Minuten wirken lassen
  • 2x/Tag anwenden

 ➔ Auf Wärmezufuhr achten, warme Füsse

Tipp: Anstatt der Zubereitung als Kompresse kann das Lavendelöl auch auf der Brust ein-massiert werden und mit Heilwolle abgedeckt werden

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Pseudokrupp

(stenosierende Laryngotracheitis)

Was ist der Pseudokrupp? 

Ein Pseudokrupp ist ein klassischer viraler oberer Luftwegsinfekt. Dieser kann auf den Kehlkopf übergehen und dort durch eine Schleimhautschwellung eine typische Heiserkeit, bellenden Husten und/oder ein typisches raues Atemgeräusch beim Einatmen verursachen. Der Pseudokrupp tritt v.a. im Säuglings- und Kleinkindalter auf.

Was sind die Symptome?

  • Fieber
  • Trockener, bellender Husten (ähnlich dem Bellen eines Hundes oder dem Geräusch einer Robbe)
  • Heiserkeit
  • raues Atemgeräusch beim Einatmen 
  • Zeichen der Atemnot: angestrengte oder beschleunigte Atmung; Einziehungen der Haut oberhalb des Brustbeins, zwischen der Rippen

Die Symptome treten häufig in der Nacht auf und sind tagsüber oft milder. Manchmal dauern die Beschwerden auch über mehrere Nächte an.

Welche Massnahmen kann ich zu Hause ergreifen um meinem Kind zu helfen?

  • Ruhe für Kind und Eltern (starke Aufregung kann die Symptome verschlechtern)
  • Kind warm einpacken und an die frische und kühle Luft (häufig verschwinden die Beschwerden dadurch bereits)
  • Dampf einatmen: Gehen Sie ins kleinste Badezimmer und lassen Sie die Duschbrause heiss laufen, bei geschlossenem Duschvorhang den entstehenden Wasserdampf inhalieren
  • Hohes Fieber senken
  • Leichte Hochlagerung des Oberkörpers (erleichtert die Atmung), z.B. mit Hilfe von Büchern oder Ordnern unter dem Kopfkissen
  • (mild gekühltes) Wasser zum Trinken geben
  • Mit (teilweise) geöffnetem Fenster schlafen
  • Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer erhöhen: Nasse Wäsche aufhängen oder einen Luftbefeuchter aufstellen
  • Komplementäre Heilmittel auf Anraten ihres Hausarztes
  • Bei anhaltender Atemnot trotz der obigen Massnahmen kann einmalig Cortison (z.B. Betnesol) zur Abschwellung gegeben werden, falls dies zuvor vom Arzt verordnet wurde und die passende Dosis bekannt ist.

Wann und wie schnell sollte ich zum Arzt gehen?

  • Wenn das Kind Atemnot und/oder ein raues Atemgeräusch beim Einatmen hat und die Beschwerden sich trotz der oben genannten Massnahmen nicht ausreichend bessern: direkte ärztliche Vorstellung empfohlen (nachts ggf. ins Spital)
  • Wenn die Symptome sich durch die oben genannten Massnahmen ausreichend bessern und der Allgemeinzustand es zulässt, kann bis zum nächsten Morgen abgewartet werden (rufen Sie Ihren Kinderarzt an, um das weitere Vorgehen zu besprechen)
  • Sollte Ihr Kind nicht nach CH-Standard geimpft sein und zusätzlich zu hohem Fieber ein ausgeprägtes Speicheln auftreten, so empfehlen wir eine umgehende ärztliche Vorstellung

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Fieber

Erscheinung:

Vielfach entwickeln Kinder Fieber, wenn sich ihr Immunsystem mit einer Infektion auseinandersetzt. Es ist ein Zeichen, dass Ihr Kind sich mit etwas (noch Unbekanntem) beschäftigen muss. Darum ist Fieber wichtig und nützlich, denn es unterstützt nachhaltig die Reifung des Immunsystems. Unter gewissen Umständen (s. unten) soll Fieber auch zugelassen werden. Kinder wachsen daran.

Messen Sie bei Ihrem Kind die Temperatur im Po in den ersten zwölf Lebensmonaten. Ab dann sind auch Ohrthermometer möglich. 

Eine Messung von über 38°C in den ersten drei Monaten oder über 38,5°C ab dem vierten Lebensmonat gilt als Fieber. 

Massnahmen:

  • Ausreichend zu Trinken geben
  • Bettruhe
  • Schonkost (wenig Fett) anbieten. Es ist aber kein Problem, wenn Ihr Kind keinen Appetit hat
  • Fiebersenkende Mittel können ab einer Temperatur von 39°C zum Einsatz kommen
  • Auch nicht-medikamentöse Massnahmen (z.B. Wadenwickel) können sehr hilfreich und fiebersenkend sein (Siehe Gesundheitswickel)
  • Viel Zuwendung schenken
  • Regelmässig das Zimmer kurz durchlüften
  • Schule/Kindergarten/Kindertagesstätte dürfen wieder besucht werden, wenn das Kind mindestens 24 Stunden fieberfrei und fit genug ist, um teilzunehmen

Melden Sie sich bei:

  • Säuglinge unter drei Monate bei Fieber ab 38°C
  • Atemnot mit zu schneller oder angestrengter Atmung
  • Wenn das Kind Kopfschmerzen mit Lichtempfindlichkeit, Berührungsempfindlichkeit oder Nackensteife hat
  • Wenn das Kind schlapp und apathisch ist, auch wenn das Fieber gesunken ist
  • Bei anhaltendem Fieber über 2 Tage, auch wenn keine weiteren Begleitsymptome vorhanden sind

Alter: Ab 12 Monaten
Indikation: Fieber (zur Fiebersenkung, nur bei warmen Beinen/Armen, wenn das Fieber nicht mehr steigt)

Anwendung:

  • Eine Schüssel mit Wasser (jeweils 2-3° C unter der aktuellen Fieber-Temperatur) füllen
  • 2 Esslöffel Apfelessig oder Saft einer ausgedrückten Zitrone
  • Ein Paar hohe Socken damit tränken und auswringen, bis es nicht mehr tropft
  • Socken anziehen
  • Füsse und Waden mit Handtuch umwickeln und Decke darüberlegen
  • Sobald Socken warm werden, wechseln oder ausziehen
  • Eine Behandlung beinhaltet einen Durchlauf von 3×10-15min

 ➔ Nicht bei kalten Füssen anwenden

Alter: Kinder ab 2 Jahren
Indikation: Fieber (frisch, ansteigend, Schüttelfrost, Kind fröstelt)

Anwendung:

  • 250ml heisses Wasser mit 1 TL Arnika-Essenz (20%) mischen
  • Baumwolltuch darin tränken, gut auswringen, bis es nicht mehr tropft
  • Baumwolltuch so warm wie möglich um Handgelenk legen
  • Handgelenke mit Handtuch umwickeln und Decke darüberlegen
  • Sobald Tücher ausgekühlt nach ca. 15 Minuten entfernen
  • Eine Behandlung beinhaltet einen Durchlauf von 3×10-15min

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Ohrenschmerzen

Die Ursachen für Ohrenschmerzen können vielfältig sein und müssen nicht immer das Ohr selbst betreffen.

Kinder sind häufiger von Ohrenschmerzen durch eine Ohrentzündung betroffen als Erwachsene. Dies hat mit den anatomischen Verhältnissen des Ohres und des Rachens zu tun. Durch Entzündungen dieser Regionen können Schmerzen in den Ohren empfunden werden. Die Therapiemöglichkeiten gegen die Schmerzen setzen auch dort an.

Massnahmen:

Gegen eine Flüssigkeits- und Sekretansammlung im Mittelohr helfen alle Massnahmen für eine freie Nasenatmung, weil somit auch das Mittelohr gut belüftet werden kann und somit der Druck und die Schmerzen nachlassen. 

  • Physiologische Salzwasser-Nasenspülungen
  • Abschwellende Nasentropfen oder -sprays
  • Aufgeschnittene rohe Zwiebeln in einem Zwiebelsäcklein
  • Zwiebelwickel fürs Ohr
  • Komplementäre Heilmittel auf Anraten ihres Hausarztes
  • Die Ohren warm und trocken halten
  • Gurgeln, wenn möglich (z.B. mit Salbei-Tee)

Melden Sie sich bei:

  • Anhaltende Schmerzen über einen Tag
  • Stärkere Einschränkung im Allgemeinbefinden
  • Bei zusätzlichem Fieber
  • Wenn Flüssigkeit aus dem Ohr läuft

Alter: Ab Kleinkindalter
Indikation: Ohrenschmerzen

Anwendung:

  • Zwiebel klein hacken
  • Zwiebel in ein Tüchlein oder Socke füllen und leicht zerdrücken
  • Durch Kirschkernkissen oder Bettflasche erwärmen
  • erwärmten Wickel auf das schmerzende Ohr legen, darf Ohr nach hinten überdecken
  • Wickel mit einem Stirnband oder einer Mütze fixieren
  • Im Anschluss Ohr feucht (nicht nass) reinigen/ abwischen

 ➔ Wenn Zwiebel nicht toleriert wird, kann Weleda Lavendelöl 10% auf Watte geträufelt und diese in äusseren Gehörgang gelegt werden

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Halsschmerzen

Alter: Ab 3 Jahren
Indikation: Hals- und Schluckbeschwerden, Angina ohne Fieber

Anwendung:

  • Heisses Wasser in die Schüssel geben
  • Schale einer halben Zitrone im Wasser einschneiden und diese auspressen (ätherische Öle befinden sich in der Schale)
  • Baumwolltuch ins Zitronenwasser eintauchen und gut auswringen, bis es nicht mehr tropft
  • Warmes Tuch auf den Hals legen und mit einem Schal einpacken
  • Sobald Tuch ausgekühlt ist, nach ca. 15 Minuten, entfernen
  • Dieser Wickel kann regelmässig wiederholt werden

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Magen-Darm-Infektion/Brechdurchfall

Erscheinung:

Es kann zu Durchfall, Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen kommen.

Ansteckungsrisiko:

Erbrechen und Durchfall sind häufig sehr ansteckend.

Massnahmen:

  • Ausreichend zu trinken geben indem häufig Flüssigkeit schlückchenweise angeboten wird
    → Gesüsster oder ungesüsster Tee, Wasser mit Traubenzucker. Bei Säuglingen Säuglingsmilch oder Muttermilch. Bei Bedarf können Elektrolytlösungen helfen (Oralpädon, Normalytoral, Elotrans) oder die Drittelslösung der WHO (1/3 Orangensaft, 1/3 Schwarztee, 1/3 Leitungswasser, 1 Messerspitze Salz und ein Suppenlöffel Traubenzucker) pro Liter – kalt in kleinen Mengen
  • Lindern Sie Bauchschmerzen mit einer Wärmeflasche
  • Schonung
  • Keinen persönlichen Kontakt zu abwehrgeschwächten Personen
  • Zwieback, Salzstangen, Bananen, leichte Kost (wenig Fett) in kleinen Mengen (Wenn das Kind keinen Appetit hat, muss man sich deshalb keine Sorgen machen. Trinken ist aktuell wichtiger)
  • Vermeiden Sie kurzzeitig Fruchtsäfte, Kuhmilch oder schwerverdaubare Nahrungsmittel
  • Sorgfältige Händehygiene

Melden Sie sich bei:

  • blutigem Erbrechen oder blutigem Durchfall
  • wenn Ihr Kind Flüssigkeit verweigert oder weniger als 3x/Tag Urin löst
  • wenn das Kind auch ohne Fieber schlapp und apathisch ist
  • solang keines dieser Kriterien erfüllt ist, sind meist keine Medikamente nötig

Alter: Ab der 4. Lebenswoche
Indikation: 3-Monatskoliken, Bauchschmerzen, Blähungen

Anwendung:

  • Kümmelwachsplatten durch Föhn oder in Knistertüte durch Kirschkernkissen/ Bettflasche erwärmen
  • Kümmelwachsplatte direkt auf den Brustkorb des Kindes aufgelegen
  • Heilwolle über Kompresse legen und mit Body oder Unterhemd fixieren

 ➔ Auf Wärmezufuhr achten, warme Füsse

Alter: Ab Säuglingsalter
Indikation: Bauchschmerzen, Blähungen, Koliken, Verstopfung

Anwendung: 

  • 1-2 Teelöffel Öl auf Kompresse oder Baumwolltuch
  • Kompresse oder Baumwolltuch auf Wärmeflasche oder Kirschkernkissen anwärmen
  •  Auf Bauch auflegen
  • Heilwolle über Kompresse legen und mit Body oder Unterhemd fixieren

 ➔ Auf Wärmezufuhr achten, warme Füsse

Tipp: Bäuchleinöl kann auch direkt im Uhrzeigersinn einmassiert und mit Heilwolle zugedeckt werden 

Alter: Ab 2 Jahren
Indikation: Bauchschmerzen, Blähungen, Übelkeit

Anwendung:

  • Kamillentee zubereiten und 10 Minuten ziehen lassen
  • Baumwolltuch mit Tee übergiessen und auswringen, bis es nicht mehr tropft
  • Warmes Tuch auf den Bauch legen und warm einpacken
  • Handtuch und Decke darüberlegen
  • Sobald Tuch ausgekühlt ist, nach ca. 15 Minuten, entfernen
  • 2x/Tag anwenden

 ➔ Auf Wärmezufuhr achten, warme Füsse 

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Brandverletzung

Was tun bei Verbrennungen und Verbrühungen?

Die betroffenen Hautstellen für ca. 10 Minuten unter fliessendem Leitungswasser (handwarm ca. 20° C) kühlen. Es lindert die Schmerzen und verhindert, dass die Verbrennung noch tiefer in die Haut geht. Nicht mit Eis kühlen! Das führt später zu stärkerer Durchblutung und mehr Schmerzen, oder auch zu Kälteschäden.

Ist heisse Flüssigkeit auf die Kleidung gelangt, sollte man den Duschkopf zwischen Kleidung und Haut halten, bis die verbrühte Haut abgekühlt ist. Erst danach die Kleidung ausziehen. Eingebrannte Kleidung soll nicht entfernt werden. Dem Kind die durchnässte Kleidung sofort ausziehen, auch die Windel. Auf Brandwunden können nasse, nicht fusselnde Tücher gelegt werden. Anschliessend die betroffenen Körperstellen mit sterilem Verbandsmaterial oder sauberen Tüchern abdecken. 

Bei Stromverletzungen sofort den Stromkreis abschalten.

Geben Sie Schmerzmittel! 

Achtung! Brandblasen nicht aufstechen. Kein Mehl, Puder, Öl, Cremes, Salben oder Butter auftragen. Das fördert das Nachbrennen und die Wundinfektionen.

Wann ins Spital oder den Notarzt rufen? 
Mit Säuglingen und Kleinkindern in jedem Fall, sonst bei grösseren Wunden. Wenn Gesicht, Hals, Hände, Genitalien und die Beugefalten der Gelenke betroffen sind, muss Ihr Kind unbedingt ins Spital.

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Gipsverbände (obere Extremitäten)

Korrekte Lagerung

  • Den Arm in den ersten Tagen so oft wie möglich über Herzhöhe lagern, nicht herunterhängen lassen
  • Im Sitzen den Gipsverband auf ein Kissen legen
  • Finger regelmässig bewegen

Juckreiz

  • Bei Juckreiz nie mit spitzen Gegenständen unter dem Gips kratzen

Duschen / Baden

Der Gips darf nicht nass werden

  • Gips mit einem Plastiksack schützen und mit Klebeband wasserdicht verschliessen
  • Duschen ist erlaubt, kein Baden

Beschwerden
Bei Druckgefühl, Schmerzen, Schwellung, Ameisenlaufen, Hautverfärbungen oder Kältegefühl:

  • 30 Minuten hochlagern
  • wenn keine Besserung: zeitnahe Kontrolle durch eine Fachperson

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Unruhe, Stress und Einschlafschwierigkeiten

Alter: Ab Säuglingsalter
Indikation: Unruhe, Nervosität, Einschlafschwierigkeiten

Anwendung:

  • 2-5 Tropfen Lavendelöl 10% auf eine Kompresse oder Baumwolltuch geben
  • Kompresse oder Baumwolltuch durch Wärmeflasche oder Kirschkernkissen anwärmen
  • Vor dem Schlafengehen oder über Nacht auf Brust auflegen
  • Heilwolle über Kompresse legen und mit Body oder Unterhemd fixieren
  • Der Wickel für mind. 20 Minuten wirken lassen
  • 2x/Tag anwenden

 ➔ Auf Wärmezufuhr achten, warme Füsse

Tipp: Anstatt der Zubereitung als Kompresse kann das Lavendelöl auch auf der Brust einmassiert werden und mit Heilwolle abgedeckt werden

Alter: Ab 3 Jahren
Indikation: Herz-/Kreislaufbeschwerden z.B. durch Stress hervorgerufen, Einschlafprobleme

Anwendung: 

  • Kompresse oder Baumwolltuch auffalten
  • Regelmässig Salbe auf Kompresse verteilen (3-4mm dick)
  • Kompresse durch Wärmeflasche oder Kirschkernkissen anwärmen
  • Vor dem Schlafengehen oder über Nacht auf Brust (Herzregion) auflegen
  • Heilwolle über Kompresse legen und mit Body oder Unterhemd fixieren

 ➔ Auf Wärmezufuhr achten, warme Füsse

Alter: Ab Säuglingsalter
Indikation: Schmerzen Muskeln, Stresssymptomatik, Unruhe, Wachstumsschmerzen, Wetterfühligkeit

Anwendung:

  • Je nach Körperstelle mit 2-3 ml Öl einreiben
  • Danach zudecken
  • Zum Einmassieren 1- bis 2- mal täglich

 ➔ Auf Wärmezufuhr achten, warme Füsse

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